Auerbachs Keller (© Presse Foto-Archiv Leipzig)

Kulinarisches

Räbchen, Leipziger Lerche, Gisela, Gose oder der „Völkerschnaps 1813“ – die Liste mit lokalen Delikatessen und Spezialitäten ist lang. Länger ist bloß noch die Liste der zahlreichen Cafés, Bars & Restaurants der Stadt: Hinauf zum Panorama Tower? Hinab in den Auerbachs Keller? Da haben Sie wohl die leckere Qual der köstlichen Wahl!

» Leipziger Lokalitäten

» Übersichtskarte

» Leipziger Spezialitäten

» Links

 

Leipziger Lokalitäten

Auerbachs Keller

© Susanne Relke

Die bekannteste und zweitälteste Gaststätte Leipzigs befindet sich mitten im Herzen der Altstadt, unter der berühmten Mädlerpassage. Hier wurde Goethe während seines Studiums in Leipzig zu seiner Faustdichtung inspiriert. Daran erinnern heute am Eingang das Doppelstandbild Mephisto und Faust und die Gruppe der verzauberten Studenten des Bildhauers Molitor. - Ein Besuch lohnt sich in jedem Falle. Goethe pflegte immerhin zu sagen: „Wer nach Leipzig zur Messe gereist, Ohne auf Auerbachs Hof zu gehen, Der schweige still, denn das beweist: Er hat Leipzig nicht gesehn.“

 

© Apels Garten

Apels Garten

Dieses traditionsreiche Restaurant im Herzen der Stadt bietet seinen Gästen in angenehmer Atmosphäre neben sächsischer Küche nach historisch überlieferten Rezepten alles für ein besonderes Schlemmer-Erlebnis nach Leipziger Art.
Der Name erinnert an einen der berühmten Barockgärten der Stadt, der sich westlich der ummauerten Innenstadt erstreckte und weit über die Grenzen der Stadt hinaus bekannt war.

 

Café Grundmann

© Susanne Relke

Dieses Café ist das letzte echte "Wiener Café" in Leipzig und heute das einzige im Art-Deco-Stil erhaltene im mitteldeutschen Raum. Es wird seit 1919 ohne Unterbrechung von Konditorenmeistern bewirtschaftet. Außerdem hat es seit seiner Gründung auch kulturell eine große Bedeutung - sei es von verschiedenen bekannt gewordenen Stammtischen bis hin zu Lesungen und legendären Chanson- und Jazzabenden.

 

Kaffeehaus Riquet

© Elisabeth Werner

Das Riquet fühlt sich der Tradition der Leipziger Kaffeehäuser verpflichtet. Allein architektonisch ist das Gebäude ein Kleinod: Das doppelstöckig geschweifte Dachtürmchen sind der klassischen chinesischen Baukunst entlehnt. Brüstungen, Pfeiler, Hauptgesims und Rundgiebel sind mit wunderschönen farbigen Mosaiken in Jugendstilmanier geschmückt. Zwei, die Eingangstür zum Cafehaus flankierende, kupfergetriebene Elefantenköpfe stellen das Markenzeichen der Firma Riquet dar.

 

Moritzbastei

© Elisabeth Werner

Die Moritzbastei ist der einzige erhaltene Teil der Leipziger Stadtbefestigung. Sie wurde von der Universität Leipzig zunächst als deren Studentenclub betrieben. Hierfür hatten in den 70er Jahren 30.000 Studenten in 150.000 unbezahlten Arbeitsstunden rund 40.000 Kubikmeter Schutt entfernt, darunter auch die heutige Bundeskanzlerin Angelika Merkel. Seit 1993 wird "die MB" als Kulturzentrum bewirtschaftet. Sie öffnet täglich ihre Tore und bietet im Café, an den Bars und in der Kneipe ein reichhaltiges gastronomisches Angebot.

 

Panorama Tower

© Elisabeth Werner

Ein echtes Highlight ist der Besuch des City-Hochhauses Leipzig am Augustusplatz. Mit seinen 142,0 Metern und 29 Etagen ist es das zweithöchste Hochhaus der neuen Bundesländer. Im Volksmund wird es auch "Uniriese" oder "Weisheitszahn" genannt und erinnert aus Straßensicht an ein aufgeschlagenes Buch. Das Restaurant Panorama Tower - Plate of Art bietet die Möglichkeit, in der 29. Etage neben dem eindrucksvollem Ausblick über die Stadt auch eine delikate Küche zu genießen.

 

Ratskeller

© Susanne Relke

Der traditionsreiche Ratskeller wurde 1904 im Neuen Rathaus eröffnet, das auf den Grundmauern der alten Pleißenburg errichtet wurde. Er umfasst in seinem urigen Gewölbe sieben Gesellschaftsräume mit insgesamt 700 Plätzen und bietet im historischen Ambiente zahlreiche kulinarische Rafinessen der gutbürgerlich-sächsischen Küche. Außerdem ist ein Aufstieg auf den 114 Meter hohen Rathausturm inklusive einem Getränk Ihrer Wahl möglich.

 

Zum Arabischen Coffe Baum

© Susanne Relke

Mit dem Beinamen "Kaffeesachse" verbunden ist die sprichwörtliche Liebe der Leipziger zu dem orientalischen Getränk. Kein Wunder also, dass gerade in der Messestadt Caféhäuser bereits ab 1695 zu beliebten Treffpunkten gehörten. Das Restaurant Zum Arabischen Coffe Baum ist das älteste noch erhaltene durchgängig betriebene Café-Restaurant Europas. Die Caféhaustradition wird heute in der City noch in verschiedenen traditionellen Cafés gepflegt und in neu entstehenden Caféhäusern wieder belebt.

 

Übersichtskarte

 

Leipziger Spezialitäten

Leipziger Allerlei

© Susanne Relke

Leipzigs bekannteste Spezialität ist ein Gemüsegericht, das auch als Beilage serviert wird. Eine Legende besagt, dass das Gericht die reichen Leipziger Bürger nach den Napoleonischen Kriegen vor Steuereintreibern schützen sollte: Indem man "nur" ein Gemüsegericht servierte, wollte man den Steuereintreibern weismachen, dass in diesem Haushalt kein Geld zu holen sei.

 

Leipziger Lerche

© Elisabeth Werner

Ein beliebtes Mürbeteiggebäck ist unter dem Namen "Leipziger Lerche" bekannt. Wie der Name vermuten lässt, wanderten ursprünglich Singvögel in die Pfanne und bis zum Ende des 19. Jahrhunderts waren die mit Kräutern und Eiern gebackenen Lerchen eine beliebte Leipziger Spezialität. Nach zahlreichen Bürgerprotesten wurde die Lerchenjagd dann 1876 vom sächsischen König verboten. Findige Bäckermeister fanden sogleich einen Ersatz, indem sie einen Leckerbissen aus ofenfrischem Mürbeteig, Mandeln, Nüssen und Marzipan bzw. Erdbeerkonfitüre kreierten, der die Form der Singvögel nachahmte.

 

Leipziger Napoleoni

© Leipziger Napoleoni

Das Leipziger Napoleoni ist ein von der Innung der Konditoren Leipzigs kreiertes Gebäck, welches den Namen Napoleons trägt und nach alter Tradition und klassischen Rezepten gebacken ist. Das Leipziger Traditionstörtchen soll an Napoleon Bonaparte und die Völkerschlacht bei Leipzig erinnern. Es besteht aus einem Mürbeboden, erlesenen Mandeln, Kakao, feinen Gewürzen und Aromen sowie einen fruchtigen Kern.

 

Leipziger Räbchen

© Leipzig.de

Dass die Sachsen die größten Kuchenerfinder Deutschlands sind, davon weiß heut kaum noch jemand etwas. Denn schon vor 300 Jahren haben die sächsischen Zuckerbäcker unentwegt neue köstliche Backwerke erschaffen. Eins dieser Werke sind die "Leipziger Räbchen", die schon Goethe zu schätzen wusste. Sie sind eine klassische Süßspeise der Sächsischen Küche.
Bei dieser Spezialität handelt es sich um mit Marzipan gefüllte Pflaumen, die in einem Eierkuchenteig gebacken werden. Die kugelförmigen Krapfen werden anschließend in Zimtzucker gewälzt und noch heiß serviert.

 

Leipziger Trüffelsinfonie

© Leipziger Freiheit

Die "Leipziger Trüffelsinfonie" vereint die vier großen Komponisten der Musikstadt. Die Leipzig Tourismus und Marketing GmbH hat die "Leipziger Trüffelsinfonie" anlässlich der zahlreichen musikalischen Jubiläen - z.B. dem 200. Geburtstag von Felix Mendelssohn Bartholdy 2009 und von Robert Schumann 2010 - entwickelt. Zu jedem der großen Musikschaffenden der Stadt gibt es einen feinen handgefertigten französischen Trüffel: Johann Sebastian Bach (Tonkatrüffel), Richard Wagner (Kokos-Rum-Trüffel), Felix Mendelssohn Bartholdy (Rocher) und Robert Schumann (Rosentrüffel). "Die Trüffelsinfonie" ist ein hochwertiges Präsent und findet reißenden Absatz und wurde auch offiziellen Gästen der Stadt als Souvenir überreicht.

 

Echter Leipziger Allasch

© Ossiladen

Allasch ist ein unter Verwendung von Kümmeldestillat hergestellter Kümmellikör, der sich durch einen hohen Alkoholgehalt (etwa 38% vol.), ein starkes Kümmelaroma und einen reichlichen Zuckerzusatz auszeichnet. Seit 1923 wird "Echter Leipziger Allasch" in einer Leipziger Branntwein- und Likörfabrik hergestellt. Der Likör wird eiskalt serviert und gern zur Verdauung nach dem Essen getrunken.

 

Gisela-Schnaps

© Elisabeth Werner

Der Gisela-Schnaps ist eine Mischung aus Wodka und Lime-Juice. Erfunden wurde diese Kreation dem Hörensagen nach im Café Puschkin, einer gemütlichen Kneipe und Shishabar in der Leipziger Südvorstadt. Auf zwei Etagen, im Fasskeller oder draußen auf der beliebten Leipziger Kneipenmeile Karl-Liebknecht-Straße kann man regionale Küche und wechselnde Spezialitäten genießen.

 

Leipziger Gose

© Gose

Eine besondere Spezialität ist die Leipziger Gose. Das obergärige Bier, das heute auch wieder in Leipzig gebraut wird, war nahezu in Vergessenheit geraten. Wieder entdeckt hat es ein findiger Gastronom. Viel Interessantes zur Entstehung und Verbreitung dieses einstmals sehr beliebten alkoholischen Getränkes erfährt man in der Gasthaus- & Gosebrauerei "Bayerischer Bahnhof" und in der "Gosenschenke Ohne Bedenken" in Leipzig-Gohlis, wo sie natürlich auch ausgeschenkt werden. In den zurückliegenden Jahren ist die Zahl der Gaststätten, Kneipen und Cafés beträchtlich gewachsen.

 

© Voelkerschnaps

1813 Völkerschnaps

Zum 200. Jahrestag der Völkerschlacht bei Leipzig und zum 100-jährigen Jubiläum der Errichtung des Völkerschlachtdenkmals wurde dieser "Erdapfelschnaps" kreiert. Zwei Historikerinnen haben das Rezept entdeckt und entstaubt. Der Schnaps ist leicht, angenehm und ideal als Digestif zur leichten Küche. Oder als "Schuß" in den Kaffee, den der Sachse weiß: "Ohne Gaffä ga'mer nisch gämbf'n."

 

Links

1813 Völkerschnaps

Apels Garten Leipzig

Auerbachs Keller

Café Grundmann

Café Puschkin

Kaffeehaus Riquet Leipzig

Leipziger Freiheit

Leipziger Gose

Leipziger Napoleoni

Moritzbastei Leipzig

Panorama Tower Leipzig

Ratskeller der Stadt Leipzig

Zum Arabischen Coffe Baum

 

Zurück zum Seitenanfang »