Natur & Sport

Johannapark (© Elisabeth Werner)

Kaum eine deutsche Stadt ist so grün wie Leipzig: Der Leipziger Auwald ist einer der größten erhaltenen Auwaldbestände Mitteleuropas. Dank zahlreicher Grünflächen ist die Natur selbst mitten im urbanen Trubel stets nur wenige Schritte entfernt und lädt zu Erholung, Sonnenbädern oder sportlichen Aktivitäten ein. Das wusste im Übrigen auch Wundt zu schätzen, der jahrzehntelang täglich seine Lieblingsrunde drehte...

» Wundt-Spaziergang

» Parks, Wälder und Grünanlagen

» Leipziger Neuseenland

» Sport und Freizeitaktivitäten

» Links

 

Wundt-Spaziergang

Um dem ständigen Straßenlärm zu entfliehen, zog die Familie Wundt Ende 1911/Anfang 1912 von der Goethestraße in die Schwägrichenstraße. Von dort aus drehte Wilhelm Wundt fortan folgende Lieblingsrunde: Er spazierte über die Karl-Tauchnitz-Straße zur heutigen (aus diesem Grund nach ihm benannten) Wundtstraße, dann die Fockestraße hinunter bis zum Schleußiger Weg, ab der Pleiße rechts das Elsterflutbett entlang und nach der Rennbahn rechts in den Clara-Zetkin-Park hinein, um unweit vom heutigen Glashaus für eine Weile auf einer Parkbank Platz zu nehmen. Von dort lief er entweder in die Schwägrichenstraße zurück oder weiter zur Universität.

Wundt-Eiche (© SR)

Diesen Spazierweg ging er täglich beginnend Punkt 16 Uhr, gelegentlich in Begleitung von Kollegen, doch am liebsten allein. Dabei erzählt man sich, die Leute hätten die Uhr danach gestellt, dass der Geheimrat Wundt kam – bis die Familie ein Jahr vor seinem Tod nach Großbothen zog. Daraufhin pflanzte man im September 1919 (also noch zu Lebzeiten) eine Eiche an jene Stelle, an der Wundt täglich eine kurze Pause gemacht hatte. Man findet sie dort noch heute; sein Spazierstock liegt hingegen im Wundt-Gedenkraum des Instituts.

(© Wilhelm-Wundt-Raum des Instituts für Psychologie der Universität Leipzig)

 

Parks, Wälder und Grünanlagen

Leipzig ist eine überaus grüne Stadt. Im Folgenden finden Sie eine Auswahl an besonders schönen Orten, die sie vom Zentrum aus leicht zu Fuß oder mit der Straßenbahn erreichen können und zur Entspannung einladen:

 

Promenadenring

Promenadenring (© Stadt Leipzig)

1777 begann die Stadt mit dem Rückbau ihrer Befestigungsanlagen und legte einen grünen Promenadenring rund um den Stadtkern an. Dieser gilt als der älteste städtische Landschaftspark Deutschlands und steht unter Denkmalschutz. Zu ihm zählen der Untere Park am Hauptbahnhof, der Obere Park hinter der Oper (auch Schwanenteichanlage genannt), der Augustusplatz, die Lennéanlage an der Moritzbastei, der Martin-Luther-Ring am Neuen Rathaus, der Dittrichring in Höhe der Thomaskirche sowie der Goerdelerring/Tröndlinring entlang der Runden Ecke.

 

Auenwald

Bärlauch im Auenwald (© Presse Foto-Archiv Leipzig)

Ein Wald im Überschwemmungsgebiet von Flüssen wird Auenwald genannt. Der Leipziger Auenwald liegt in der Überschwemmungszone der Elster, der Pleiße und der Luppe. Mit einer Fläche von rund 2500 ha ist er eines der größten Auenwaldgebiete Mitteleuropas. Als Landschaftsschutzgebiet durchzieht er von Süden nach Nordwesten die Stadt und teilt so den urbanen Bereich. Beliebtes Ausflugsziel ist im Nordwesten der Auensee, der von einer Liliputbahn umrundet wird.

 

Clara-Zetkin-Park

Fontäne im Clara-Park (© Presse Foto-Archiv Leipzig)

Im Jahr 1955 wurden mehrere historische Parkanlagen, die sich im Landschaftsschutzgebiet befinden, unter dem Namen Zentraler Kulturpark Clara Zetkin vereinigt: der Johannapark, der Palmengarten, der Volkspark Scheibenholz und der Albertpark. Es entstanden auf dem Gelände in den nachfolgenden Jahrzehnten u.a. eine Freilichtbühne, ein Café und ein großer Spielplatz mit Imbisspavillon. Im April 2011 beschloss der Stadtrat infolge einer Petition, dass die bisherigen Teilbereiche Palmengarten, Klingerhain, Johannapark und Richard-Wagner-Hain ihre ursprünglichen Namen zurückerhalten. Zum Clara-Zetkin-Park gehören seitdem nur noch der Scheibenholz- und der Albertpark. Damit steht das Clara-Zetkin-Denkmal nicht mehr im Clara-Zetkin-Park sondern im Johannapark.

 

Rosental

© Presse Foto-Archiv Leipzig

Das Rosental ist ein Teil des nördlichen Leipziger Auenwaldes, der im Süden vom Elstermühlgraben, im Norden von der Parthe und im Osten vom Leipziger Zoo begrenzt wird. August der Starke hatte hier Anfang des 18. Jahrhunderts ein Lustschloss errichten lassen wollen. Der Leipziger Rat konnte dessen Bau jedoch trickreich verhindern (zum Beispiel mit Verweis auf sommerliche Mückenplagen). Im Nordwesten des Rosentals befindet sich seit Ende des 19. Jh. ein künstlich aufgeschütteter Scherbelberg samt Aussichtsturm (der sogenannte Wackelturm). Wer den 20 m hohen Turm hinaufsteigt, genießt von dort einen schönen Ausblick über den Auenwald. Ein Rosental-Spaziergang lohnt sich aber auch schon wegen des Zooschaufensters, der einen kostenlos Blick in das Giraffengehege erlaubt.

 

Friedenspark

© Elisabeth Werner

An der Stelle des heutigen Friedensparks befand sich zunächst der Neue Johannisfriedhof. Er wurde 1846 als zweiter städtischer Friedhof eröffnet, nachdem der Alte Johannisfriedhof nicht mehr erweiterungsfähig war. Hier vermutet man auch das Grab Gustav Theodor Fechners.
Nachdem Teile des Friedhofs im Zweiten Weltkrieg zerstört worden waren und ab 1950 keine Bestattungen mehr darauf zugelassen wurden, erfolgte in den 70er Jahren die Säkularisation, oberflächliche Beräumung und Einebnung der Gräber. Heute sind von der Friedhofsmauer nur noch Teilstücke mit einzelnen Schriftplatten erhalten. Ansonsten sieht man dem wunderschönen Park seine Geschichte nicht an. Er ist lediglich einer der friedlichsten und ruhigsten Orte der Stadt.

Schon gewusst?!

Auf dem Neuen Johannisfriedhof liegt auch der Leipziger Arzt und Hochschullehrer Daniel Gottlob Moritz Schreber (1808-1861), der Namensgeber der Schrebergärten!

 

 

Botanischer Garten der Universität Leipzig

Apothekergarten (© Elisabeth Werner)

Westlich vom Friedenspark (gleich gegenüber von der Linnéstraße) liegt auf einer Fläche von 3,5 Hektar der älteste botanische Garten Deutschlands. Dort befindet er sich allerdings erst seit 1846 - im Laufe seiner fast 500-jährigen Geschichte musste er insgesamt viermal seinen Standort wechseln. Die Zerstörungen des Zweiten Weltkrieges führten dann zum fast vollständigen Verlust des Pflanzenbestandes. Dank umfangreicher Sanierungen und Neubauten in den letzten 20 Jahren umfasst der Botanische Garten der Universität heute wieder 10.000 verschiedene Pflanzenarten in den Gewächshäusern und im Freiland, außerdem ein Schmetterlingshaus, einen Apotheker-garten und einen Duft- und Tastgarten. Damit ist er nicht nur ein Ort für Lehre und Forschung, sondern ein Naturerlebnis für Groß und Klein!

 

 

Leipziger Neuseenland

Das Leipziger Neuseenland mit seinen zahlreichen Seen im Landkreis Leipzig, Landkreis Nordsachsen und der Stadt Leipzig entsteht im Zuge der schrittweisen Rekultivierung und Renaturierung der ehemaligen Braunkohlegewinnung und deren Anlagen. Dafür werden Tagebaurestlöcher über Jahre und Jahrzehnte hinweg künstlich geflutet und teilweise mit Kanälen verbunden. So erstrecken sich um Leipzig mittlerweile Seen mit einer Gesamtwasserfläche von über 120 km2 und meist mit exzellenter Wasserqualität auf. Dies trägt nachweislich zu einer Verbesserung des Leipziger Klimas bei und schafft nebenbei ideale Naherholungsgebiete im mitteldeutschen Raum. Beliebte Badeseen der Leipziger sind beispielsweise:

Cospudener See

Sehen und gesehen werden: Am „Cossi“ liegt der längste Sandstrand Sachsens!

Kulkwitzer See

EU-geprüft: Am "Kulki" ist die Badequalität ausgezeichnet!

Markkleeberger See

Stille Gewässer & langweilig? Von wegen: Im Kanupark gibt es zwei Wildwasserstrecken!

Schladitzer See

Von Biedermeierstrand bis Wasser-Funsportpark:
Der Weg lohnt sich!

 

Störmthaler See

Kirchen können schwimmen.
- Hier ist der Beweis!

 

Zwenkauer See

...mit knapp 1.000 ha Wasserfläche einer der 50 größten Seen Deutschlands!

 

Schon gewusst?!

  Mit 1.934 Sonnenstunden (mindestens 1 an 310 Tagen) erreichte Leipzig 2015 einen absoluten Höchstwert: etwa 50 Sonnentage mehr als im Schnitt der letzten 15 Jahre!
Also auf zum nächsten Badesee!

 

 

Sport und Freizeitaktivitäten

© Stadt Leipzig

Eine Stadt, deren Handball-Herren 1966 den Europapokal gewannen? Deren VfB mehrfach Deutscher Meister wurde und deren 7 Jahre junge RB-Mannschaft vor kurzem in die 1. Bundesliga aufstieg? Deren Vereine in Sportarten wie Kanurennsport, Rudern, Wasser-springen, Judo, Leichtathletik, Fechten oder Rad-sport auf Leistungssportniveau ausbilden? In welcher erst neulich wieder der Verkehr zum Erliegen kam, als für knapp 10.000 Läufer des Stadt-Marathons die Innenstadt abgesperrt wurde? Und welche ein herrlich vielfältiges Überangebot an sportlichen Freizeitaktivitäten zu bieten hat?

- Leipzig natürlich!

Also: Genug vom Sitzen und Lust auf körperliche Ertüchtigung?
Dann folgt hier eine kleine Auswahl an Möglichkeiten!

 

Fitness- und Ausdauersport

Leipzig verfügt selbstverständlich über mehrere Fitnessstudios. Wer bei gutem Wetter aber lieber an der frischen Luft trainieren möchte, dem seien die Outdoor-Gruppentreffen von Das BootCamp Leipzig (u.a. im Clara-Zetkin-Park, im Palmengarten und am Richard-Wagner-Hain) oder vom CityBootCamp Leipzig (v.a. im Johannapark oder am Völkerschlacht- denkmal) empfohlen. Man meldet sich vorher online für einen bestimmten Termin an und trifft sich dann zu einem intensiven Ganzkörper-Training im Freien. Dafür braucht es lediglich das eigene Körpergewicht und einen Park. Und eine Flasche Wasser.

Running-Track im Clara-Park
(© Stadt Leipzig)

Für alle, die lieber allein unterwegs sind, wäre der Telekom Running Track eine Möglichkeit: eine moderne und öffentliche Laufstrecke von 3 Kilometern Länge mit Kilometersteinen, Informationstafeln und Beleuchtung auf gesamter Strecke. Sie wurde von Laufexperten erstellt und 2011 im Clara-Zetkin-Park umgesetzt. Der Track-Einstieg befindet sich vor dem Zentrum für Gesundheitssport BSV AOK Leipzig mitten im Park (Anton-Bruckner-Allee).

 

Klettern & Bouldern

Leipzig verfügt über reichlich Wände, an denen man sich verausgaben kann: Die Kletterhalle No Limit (Dessauer Straße 2) bietet über 200 Innenkletterrouten verschiedener Schwierigkeitsgrade, eine Slackline und zahlreiche Bouldermöglichkeiten. Seit 2014 können sich Boulderfreunde aber auch auf den 900m2 der Boulderhalle Bloc No Limit (Brandenburger Straße 26) austoben. Eine weitere Boulderhalle soll diesen Sommer in einer Industriehalle im Leipziger Westen eröffnet werden (Boulderhalle Westbloc, Erich-Zeigner-Allee 64).

Künstlicher Kletterfelsen K4
(© Presse Foto-Archiv Leipzig)

Die längsten Innen- und Außenkletterrouten hat der KletterTurm Leipzig-Mockau (Tauchaer Straße 14) – dabei handelt es sich um einen ehemaligen Wasserturm, dessen Wände seit 2004 von innen wie von außen bestiegen werden können. Eine besondere Vergangenheit hat auch Leipzigs größte künstliche Outdoor- Kletteranlage K4 (Sportplatz Stuttgarter Allee in Leipzig-Grünau):
Sie besteht aus Abbruchplatten und Balkonbrüstungen ehemaliger DDR-Plattenbauten – ein kreativer Versuch der WOGETRA, durch Stadtteilerneuerung dem Einwohnerschwund der 1990er Jahre entgegenzuwirken. Oben gibt es sogar ein richtiges Gipfelbuch! (Vorher muss man allerdings erst noch eine Zugangskarte für den K4 erwerben, z.B. im Geschäft „Guter Griff“, Angerstraße 53).

Wer lieber außerhalb der Stadt klettern möchte, findet direkt am Albrechtshainer See im Kletterwald Leipzig mehrere Parcours mit insgesamt über 90 Kletterelementen. (Ganz zu schweigen von den natürlichen Klettermöglichkeiten in unmittelbarer Umgebung der Stadt wie zum Beispiel die Steinbrüche bei Brandis/Beucha oder die Hohburger Berge.)

 

Wassersport

Seen sind nur zum Baden gut? – Irrtum: Im Leipziger Neuseenland sind die verschiedensten aufregenden Wassersportarten möglich! 

© Presse Foto-Archiv Leipzig

Angefangen bei einer der modernsten Wildwasseranlagen Europas, dem Kanupark Markkleeberg am Markkleeberger See. Er verfügt über eine Wettkampf- und eine Trainingsstrecke. Hier trainieren Nachwuchs- und Hochleistungssportler der Sportart Wildwasserkanu (z.B. die deutsche Kanu-Slalom-Elite) und probieren sich mutige Freizeitsportler beim Wildwasser-Rafting im Schlauchboot oder Kajak aus.

© Elisabeth Werner

„Stammrevier“ von Surfern aus der Region ist der Cospudener See. Aber auch an der Schladitzer Bucht kann man alles rund ums Kiteboarding, Windsurfing, Segeln oder Tauchen ausleihen und buchen. Und Tauchen lohnt sich v.a. im Kulkwitzer See: Dort wurden u.a. ein Flugzeug und eine Barkasse versenkt. Außerdem steht am Kulki-Nordufer eine Wasserskianlage. Damit ist in Leipzig also sogar Wakeboarding möglich

 

Yoga im Park

© Yoga Leipzig

Auch in diesem Jahr finden bei schönem Wetter morgens oder nachmittags Yoga-Kurse im Clara-Zetkin-Park statt. In den 90-minütigen Kursen (à 10,- Euro) werden Techniken praktiziert, die einem zum Gefühl innerer Einheit und Harmonie verhelfen können. Nach der Anmeldung wird kurz vorher erst der genaue Treffpunkt bekanntgegeben.

 

Aussichtsturm im Rosental

Botanischer Garten der Universität Leipzig

Leipziger Neuseenland

Aktuelle Untersuchungsergebnisse der sächsischen EU-Badegewässer

Übersicht - Fitnessangebote in Leipzig

Das Bootcamp Leipzig

CityBootCamp Leipzig

Kletterhalle No Limit

Boulderhalle Bloc No Limit

KletterTurm Leipzig in Mockau

Künstlicher Kletterfelsen K4 in Leipzig Grünau

Kletterwald Leipzig

Kanupark Markkleeberg

Kiteschule am Cospudener See

Surfcenter am Cospudener See

Tauchschule der Leipziger Delphine am Kulkwitzer See

Wakeboard- und Wasserskilift am Kulkwitzer See

Yoga im Park

 

Zurück zum Seitenanfang »