Fake News and Dealing with Evidence

Bei Wahlen ist in letzter Zeit der öffentliche Diskurs häufig durch das Verbreiten von Falschmeldungen in sozialen Medien (fake news) und Auseinandersetzungen über grundlegende Fakten negativ beeinflusst worden. Dies hat zur Besorgnis im Hinblick auf einen wachsenden Relativismus in Bezug auf Evidenz und wissenschaftliche Fakten und zu schwindendem Vertrauen in klassische Medien und die Wissenschaft geführt: Wenn manche Bürger und Politiker Fakten als eine Frage der persönlichen Meinung betrachten, muss mit negativen Konsequenzen für die Qualität demokratischer Entscheidungen und einer wachsenden Polarisierung der Gesellschaft gerechnet werden. In diesem Schwerpunktthema werden Forscherinnen und Forscher theoretische und empirische Einsichten in die psychologischen Mechanismen der Verarbeitung falscher oder einseitiger Informationen thematisieren. Im Fokus stehen unter anderem Faktoren, die zu einer höheren Empfänglichkeit für Fehlinformation führen, unter welchen Bedingungen Korrekturen zur Milderung von negativen Effekten führen (oder gegenteilig ausschlagen) und wie die Informationskompetenz gestärkt werden kann.