Validity and Reliability of Neuroimaging Studies

Die funktionelle Magnetresonanztomographie (fMRT) hat sich in den letzten Jahren zu einer der populärsten Methoden der kognitiven Neurowissenschaften und der Biologischen Psychologie entwickelt. Ergebnisse von fMRT-Studien haben unser Verständnis davon, wie das Gehirn arbeitet und wie psychologische Prozesse dort repräsentiert sind, maßgeblich verbessert. In jüngster Zeit sind aber starke Zweifel an der Reliabilität und Validität der Methode aufgekommen. So konnte gezeigt werden, dass eine unangemessene Anwendung statistischer Methoden nicht nur Hirnaktivierung in einem toten Fisch identifizieren kann (Bennett et al., 2009), sondern auch, dass sie zu einer großen Zahl falsch positiver Befunde in Humanstudien mit größeren Stichproben führt (z.B. Eklund et al., 2016). In diesem Hot Topic soll diskutiert werden, inwieweit diese Kritik gerechtfertigt oder zum Teil übertrieben ist. Eine wissenschaftlich redliche Diskussion der Vor- und Nachteile der Methode ist wichtig, wenn man bedenkt, wie stark sie die Theoriebildung in Psychologie und Neurowissenschaft beeinflusst.